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Start Gemeinden - Daten und Fakten Dielfen Kirche

Die Geschichte der Herz-Jesu-Kirche in Niederdielfen

Grundsteinlegung unter Mitwirkung des MGV Cäcilia; 1902

"Ich, Ferdinand Bruch, habe die ganze Sache des Baues der Kirche in die Hand genommen."
Ferdinand Bruch, genannt 'Ohm Bruch' gestorben am 22. Juni 1911, 61 Jahre alt.

Pastor Müermann aus Wilnsdorf, schenkte zwei Kistchen Zigarren, um der erlahmenden Arbeitskraft wieder Flügel zu verleihen. Jeder der einige Stunden mithalf, bekam eine Zigarre.

Lehrer Claas besorgte die ganze Schreiberei. Auch sonst stand er mit Rat und Tat zur Seite. Ferner hat er Vieles (z.B. alle Fenster, bis auf zwei) durch seine rastlosen Bemühungen geschenkt erhalten.

Bauarbeiten 1902

Bis tief ins Mittelalter bleiben die schriftlichen Quellen zur Landes- und Ortsgeschichte sehr dürftig. Man nimmt an, dass dieses Gebiet durch Bonifatius (673 - 754) missioniert worden ist.

Die Katholiken der Gemeinden Nieder- und Oberdielfen gehörten vor Errichtung der kath. Kirche in Niederdielfen und vor der Gründung der eigenen Pfarrei 'Herz Jesu' der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist, Rödgen an.

Die Kirche 1903


Der Bevölkerungszuwachs zum Ende des 19. Jahrhunderts in Nieder- und Oberdielfen ließ die Anzahl der Katholiken so groß werden, dass der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus und damit nach einer eigenen Pfarrei immer stärker wurde.

In einer feierlichen Zeremonie fand am 31. August 1902 die Grundsteinlegung statt. Nach vielen Mühen und Anstrengungen, manchen Sorgen und Enttäuschungen ging die neue Kirche Schritt für Schritt ihrer Vollendung entgegen.

Am 5.11. 1903 das gemeinsame Werk vollbracht. Für die Katholiken aus Nie-der- und Oberdielfen ein denkwürdiger Tag. Mit der Einweihung der neuen Kirche war für die hiesigen Katholiken ein Mittelpunkt ihres religiösen Lebens geschaffen. Die weiten und oft beschwerlichen Wege zur Pfarrkirche auf dem Rödgen gehörten der Vergangenheit an. - Die Baukosten der Kirche beliefen sich auf 53.000 Mark.

Mit der Inbesitznahme der eigenen Kirche gestaltete sich ein reges Glaubensleben der Dielfer Katholiken. Mitte Januar 1914 erstrahlte in der Kirche zum erstenmal elektrisches Licht. Der 1. Weltkrieg begann. Auch die Kirche selbst bleibt von den Wirren des Krieges nicht verschont. Am 2. April 1917 wurden die Kirchenglocken beschlagnahmt und für eine Vergütung von 1.000 Mark eingeschmolzen.

Die Kirche 1924

Im Kriegsjahr 1940 des 2. Weltkrieges sank die Temperatur im Januar und bis in den Februar hinein manchmal wochenlang jede Nacht auf 15 - 18 Grad unter Null. Pfarrvikar Sternberg berichtet: "Während der Kirche kann ich Wasser und Wein nur flüssig halten, wenn ich beide Fläschchen vorher stark erwärme und während der hl. Messe in der Brusttasche trage.

Ehemaliger Chorraum im jetzigen alten Teil der Kirche

Erst 1949/50 wurde es möglich, wie-der an ein der Kirche angemessenes Glockengeläut zu denken. Am Palmsonntag 1959 konnten erstmalig wie-der alle drei Glocken geläutet werden.

Aufbau des neuen Kirchenschiffes


Anfang der 60er Jahre zeigt sich die dringende Notwendigkeit einer Kircherweiterung. Das alte Pfarrhaus musste dem Erweiterungsbau der Kirche weichen. Nach zähen und langwierigen Verhandlungen, werden die Pläne genehmigt. Am 4. Sept. 1966 wird dafür der Grundstein gelegt, am 14. Nov. ist Richtfest und am 4. Juni 1967 kann die erste hl. Messe im neuen Teil der Kirche gehalten werden.

Gut 1 Jahr später, nachdem auch der alte Kirchenteil restauriert worden ist, am 10. Dezember 1968, wird das neue Pfarrheim eingeweiht. Die neuen Räumlichkeiten bieten Möglichkeiten zu den verschiedensten Veranstaltungen, so dass ein reges Leben auch und besonders bei den Jugendlichen in der Kirchengemeinde stattfindet.


Die Materialien stammen mit freundlicher Unterstützung von Hans Peter Schneider (http://www.hape-es.de/)

Der alte Teil der Dielfer Kirche - heute